Was ist die Amerikanische Arzthelferin?
Was zum Kuckuck ist ein "Medical Assistant"?
Der Job einer Arzthelferin (Sprechstundengehilfe, oder Praxis Assistentin) ist sehr vielseitig: man findet sie
im Empfang der Arztpraxis, im Röntgen Labor, EKG (Herzuntersuchung), im Untersuchungsß, oder Behandlungszimmer wo
sie dem Arzt bei kleinen Eingriffen assistieren, und sie walten oft auch im Rechnungswesen, wo sie unter anderem
Anmeldungen entgegennehmen, Berichte vom Diktat verfassen, Telefonate führen, Krankenversicherungsscheine prüfen,
Übeweisungen schreiben und einfache Abrechnungen machen wenn der Tag erstmal wieder vorbei ist.
In den USA ist eine Ausbildung zur Artzhelferin nicht unbedingt an einen
offiziellen Lehrgang geknüpft. Viele sind angelernte Kräfte, die ihre Berufserfahrungen und Können direkt
am Arbeitsplatz erworben haben.
Sie arbeiten unter der strickten Anweisung des Arztes und dürfen NICHT selbständig Patienten beraten oder
behandeln. Der Arzt muß immer anwesend sein wenn die Arzthelferin seine Patienten betreut. Besonders kritisch wird
es wenn eine Arzthelferin
Diagnosen oder Ratgebum am Telefon macht. Das ist nicht erlaubt und kann ernste Folgen haben.
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Artzhelferinnen in den USA
Arzthelfer/innen in den USA sind Medical Assistants (MA). Mehr Frauen als Männer ergreifen diesen
interessanten Beruf. Man darf sie NICHT mit dem Heilpraktiker verwechseln. Da ist ein grosser
Unterschied! Heilpraktiker in den USA sind die Physician Assistants (PA), und das kann man nur mit einem 2-3
jährigem Studium werden. Die Physician Assistants darf man dann wiederum nicht mit dem General Practitioner (G.P.)
verwechseln. Das is nämlich ein Arzt für Allgemeinmedizin.
Na ja, das fängt ja schon gut an! Jetzt einmal etwas einfacher:
Arzthelferin = Medical Assistant!
Die Abkürzung für die Berufsbezeichnung Medical Assistant ist MA. Der geprüfte medical assistant ist dann der
Certified Medical Assistant (CMA), oder Registered Medical Assistant (RMA)... Es gibt aber auch Certified Clinical
Medical Assistants (CCMA), geprüft im klinischen Bereich und Certified Administrative Medical Assistants (CMAA),
geprüft im Verwaltungsbereich. Die Prüfungen in den USA sind allerdings total freiwillig und bestehen aus einem
ausgiebigen schriftlichen Examen von Certification Sponsoren.
In den USA wird oft zwischen den medical assistants im Empfang und denen wo in den Untersuchungszimmern walten
differenziert. Das sind die sogenannten clinical medical assistants. Die im Empfang sind administrative medical
assistants, obwohl fast alle medical assistants reibungslos in beiden Gebieten eingesetzt werden können.
Interessant ist dass in den USA die Ausbildung der Medical Assistants nicht unbedingt im Klassenzimmer
stattzufindent hat und selten nicht mehr als ein "High School" Abschluß zur Voraussetzung hat. Tausende
die sich in den USA als Artzthelferinnen bewerben haben keine offizielle Ausbildung auf diesem
Gebiet genossen.
Mehr:
Ask Your German Teacher: Seeing the Doctor
Ausbildung zur Arzthelferin in den USA
In den USA ist es nicht ungewöhnlich, daß sich ein Arzt seinen Medical Assistant selbst
erzieht und nur das beibringt was man in seiner Praxis wissen und können muß. Trotzdem darf sich diese Person
dann auch offiziell ein medical assistant = Arzthelfer nennen. Es gibt aber auch Medical Assistant Kurse
(vocational training), die ein Medical Assistant Diploma bringen. Wer den Kurs erfolgreich bestanden hat kann
sich dann für eine der Certified Medical Assistant Prüfungen zum schriftlichen
Examen anmelden.
Arzthelferinnen die ihre Kenntnisse allein in der Arztpraxis unter der Aufsicht des Doktors erlernt
haben können es später schwerer mit dem Arbeitsplatzwechsel haben, denn z.B. der
Unterschied zwischen einer Familienpraxis und einer Hautpraxis ist groß.
Ausserdem ist dann auch die Bezahlung nicht gerade besonders toll. Oft verdienen sie vielleicht gerade
9 Dollar die Stunde, ohne jegliche anderen "benefits" wie z.B. bezahlten Urlaub, oder Feiertage, und
Krankenversicherung) wenn sie keine offizielle Ausbildung haben.
Das Gehalt
Allerdings hat sich in den letzten Jahren das Gehalt des Medical Assistants ein kleinwenig verbessert. Der
Durchschnittslohn von 9 Dollar die Stunde ist mittlerweile auf 11-15 Dollar gestiegen. Nicht viel besser, aber
wenigstens etwas, wenn man bedenkt daß der Mindestlohn in den USA nur $7.15 die Stunde ist.
Medical Assistant Prüfung
Wer bessere Aussichten und etwas mehr Geld verdienen will sollte unbedingt erst nochmal die Schulbank drücken.
"Vocational Training Institutions," oder "Community Adult Education Colleges" (berufsvorbereitende,
und Volkshochschulen) bieten Medical Assisting Kurse an, die zwischen einem Jahr und bis zu zwei Jahre
dauern. Sie laufen täglich, meißt Montags bis Donnerstags und enden meißt mit einer Abschlußprüfung und einem
sechs- bis achtwöchigen Praktikum. Zum Abschluss erhält man dann sein "medical assisting diploma" und man kann dann
auch noch wie vorher schon gesagt freiwillig ein "certification exam" mitmachen um sich als Certified Medical
Assistant bewerben zu können. Die wo die Prüfung bestanden haben können dann ein bißchen mehr Geld
und bessere Aufstiegsöglichkeiten genießen.
Bessere Aussichten
Certified medical assistants verdienen meißt um die $12 - $13 die Stunde und mehr wenn sie sich in andere
bessere Positionen in der Praxis hochgearbeited haben. Oft gehen sie dann auch in die Anmeldung oder Verwaltung in
den Krankenhäusern über.
Um sich den Status des Certified Medical Assistant beizubehalten, müssen sie alljährlich eine gewisse Zahl von
Fortbildungkskursen absolvieren. Diese Kurse haben einen gesissen Punktwert (CEU = Continuing Education Units) die registriert werden.
Wer seine Weiterbildung vernachlässigt und sich unter ein gewisses Niveau von eingebrachten CEU Punkten fallen
läßt verliert den Titlel Certified Medical Assistant. Man darf sich nicht mehr als solche bezeichnen oder bewerben.
Man ist dann wieder nur eine ganz einfache kleine MA (jedenfalls auf dem Papier) bis man die Certified Medical
Assistant Prüfung wiederholt hat.
Aufstiegsmöglichkeiten:
Mit zusätzlichem Training: Fachbereich Röntgen, Blutabnahme, Labor, EKG, Arztsekretärin, medizinsche
Schreibkraft, Praxismanager, Berufsausbilder.
Das Visum
Die USA hat derzeit 24 verschiedene Kategorien von Visas mit insgesammt 72 Untergruppen
(Spezialvisas). Deutsche staatsangehörige, die die USA als Touristen besuchen wollen brauchen unter dem neuen
"Visa Waiver" Gesetz nur einen gültigen Reisepass, und kein Visa. Damit können sie sich bis
zu neunzig Tagen in den USA aus privaten, geschäftlichen, oder medizinisch notwendigen Gründen
frei aufhalten und bewegen, aber können sich damit NICHT für Arbeit bewerben.
Die wo mit dem B-Visum für Besucher und Touristen (Besuchervisum - 6 Monate, dann noch
einmal verlängerbarf ür zusätzliche 6 Monate - Form I-94 ) einreisen, dürfen sich
ebenfalls nur für private, geschäftliche, oder medizinische Gründe aufhalten, aber nicht arbeiten.
Dann gibt es noch das Visum für Studenten (Student visa F-1). Ein Arbeitsvisum für
Arzthelferinnen wird es höchstwarscheinlich nicht geben. Mehr Information über ein Arbeitsvisum.
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